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300 bis 500 Millionen Euro mittelständische Investitionen in Wasserkraft in Süddeutschland blockiert
AWK-D mit Elmar Reitter erfolgreich bei der Clearingstelle EEG
IST SOZIAL, WAS ARBEIT SCHAFFT? Zum Nutzen der Wasserkraft
Umfrage - jede Anlage zählt: "EEG Musterverfahren auf dem Weg zum BGH"
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Wasserkraft verbessert Gewässerökologie
Mit Obama optimieren
Mitgliedermitteilung November 2008
EEG 2009
Clearingstelle EEG eingerichtet
Wasserkraft auf Linie der Landesregierung
Nutzen und Kosten im Vergleich
Energie für Baden-Württemberg
Kraftwerk Altenburg
Atommeiler durch Wasserkraft ersetzen
Fische leben gut mit Kleinwasserkraft
Umweltfreundliche Wasserkraft
Tüchtige Tradition
IST SOZIAL, WAS ARBEIT SCHAFFT? Zum Nutzen der Wasserkraft

Pressemitteilung vom 28.8.2009

 

IST SOZIAL, WAS ARBEIT SCHAFFT?

"Sozial ist, was Arbeit schafft." Mit diesem Leitspruch brachte die CSU vor wenigen Jahren ihre Politik auf den Punkt. Jetzt kann die Partei zeigen, ob sie das wirklich ernst meint. Denn im Grenzgebiet zwischen Bayern und Baden-Württemberg (an der Unteren Iller zwischen Kellmünz und Vöhringen) sollen für mindestens ein Jahr Hunderte von Arbeitsplätzen in der krisengeschüttelten Bauwirtschaft entstehen. 25 Millionen Euro für 8 Wassertriebwerke. Fertig gestellt, können diese dann rund 13 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr liefern - genug für rund 10.000 Privatpersonen. Das Geld, das diese Leute demnach für die Elektrizität bezahlen, bleibt im Land, fließt  weder an den Gaspräsidenten noch den Ölscheich. Geld geht also hier nicht fremd. Außer solch "regionaler Wertschöpfung" kann dies massiven Klimaschutz bedeuten: Gut 10.000 Tonnen des Klimagases Kohlendioxid (CO 2) weniger - verglichen mit einem Kohlekraftwerk. Ebenso wenig Schwefel, Stickstoff und Stäube. 

Außerdem machen die neuen Iller-Kleinkraftwerke die alten Wehre mit "Fischpässen"  für Wassertiere 'durchgängig'. Geplant von einem anerkannten Wissenschaftler. 

Bezahlt werden sollen die Wassertriebwerke mit privatem Kapital - also ohne staatliche Mittel, mit denen derzeit sonst gerne Großunternehmen 'gerettet' werden. Also ein vielseitiger Gewinn für die Region.

Wer Augen hat zu sehen, und Ohren zu hören, macht sich nichts vor: Nach der Bundestagswahl im September steigen die Arbeitslosenzahlen. Und zwar massiv. Wer dieser Gefahr entgegensteuert, handelt nach einem bewährten Erfolgsmodell: dem "New Deal" des früheren US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt. 1933 ins Amt gekommen, ließ Roosevelt unter anderem am hochwasserträchtigen Tennesee-Fluss Dämme und Wasserkraftwerke bauen. Mit Tausenden von Arbeitsplätzen. Roosevelt stärkte mit diesem "New Deal" die amerikanische Wirtschaft - und damit die Demokratie. Die Wassertriebwerke arbeiten großenteils heute noch. Und die UNO verkündete jetzt den "Green New Deal".

Ähnliches ist jetzt an der Iller möglich. Allerdings mit privatem Kapital. Also weitgehend ohne staatliche Mittel. Schließlich bringen Einnahmen aus dem Stromverkauf der Kleinkraftwerke (9,67 Cent pro Kilowattstunde) in absehbarer Zeit das investierte Geld zurück. Dass  die 'Öffentliche Hand' dabei auch noch Zig-Millionen spart, weil sie dann selbst den Fluss nicht mehr für Wassertiere "durchgängig" machen muss, erweist sich angesichts klammer Staatskassen als sehr segensreich. 

Gegenargumente einiger "Naturschützer"  und Angler-Verbandsfunktionäre entlarven sich bei Erörterungen vor Ort meist als unsachlich oder schlicht frei erfunden. 

Jetzt also kommt es auf die Politik an. Klimaschutz Konkret mit einem privatwirtschaftlich organisierten regionalen Konjunkturprogramm für eine sicher-heimische Energieversorgung oder weiterhin die bekannte Blockade-Politik. Die Verantwortlichen der Staatsregierung Bayern haben die Wahl - ehrlicherweise am besten vor der Bundestagswahl.

 
Julian Aicher
Leutkirch-Rotismühle

Pressesprecher im Vorstand der 

"Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg eV"